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< zurück zur Übersicht 4.3 Anschlussdetails im Kühl- und Tiefkühlhausbau
Vermeidung von Wärmebrücken und Wasserdampfdiffusion Die Vermeidung von Wärmebrücken und Wasserdampfdiffusion ist ein zentrales Thema im Kühl- und Tiefkühlhaus. Zum einen gilt es, unnötige Energieverluste aus Kostengründen zu vermeiden, denn Kälteenergie ist je nach Anlage 10 bis 50 mal teuerer als Wärmeenergie. Zum anderen aber, dies ist nicht weniger wichtig, kann durch Wärmebrücken und Wasserdampfdiffusion auch die Qualität des Kühlguts erheblich beeinträchtigt werden. Wasserdampfdichte Anschlusskonstruktionen Die Sandwichbauweise zeichnet sich durch ausgezeichnetes Wärmedämmvermögen und durch eine besonders dichte Stoßausbildung mit optional werkseitig eingebrachter Dichtung aus. Deshalb ist bei der Planung aller Anschlussdetails darauf zu achten, dass dieser bauphysikalische Vorteil nicht durch Wärmebrücken oder durch undichte Anschlüsse eingeschränkt wird. So sollte z.B. bei auskragenden Sandwichelementen ein sog. Wärmetrennschnitt angeordnet werden, der die Wärmeleitung zur kälteren Innenseite unterbindet. Die Tragfähigkeit muss bei diesem Detail selbstverständlich gewährleistet bleiben. Überall dort, wo warme Luft durch Konstruktionsfugen eindringen kann, sind entsprechend geeignete Dichtungsmaßnahmen wasserdampfdiffusionsdicht auszuführen. Sowohl die Sandwichelemente für den Kühl- und Tiefkühlhausbau selbst, als auch ihre Verbindungstechnik sind aufgrund dampfdichter metallischer Deckschichten und intelligenter Fugengeometrie der Verbindungstechnik wärmebrückenfrei und praktisch wasserdampfdiffusionsdicht. Trotz dieser optimalen Ausgangssituation kann es erfahrungsgemäß dann zu dämm- und diffusionstechnischen Problemen kommen, wenn Anschlussdetails bauphysikalisch nicht richtig gelöst, bzw. ausgeführt werden. Besonderes Augenmerk sollte man in diesem Zusammenhang auf folgende Punkte richten:
Fußpunktausbildung In Abb. 4.3.2 wird ein Beispiel aufgezeigt, wie der Wand-/Bodenübergang mit vertikal verlegten Sandwichelementen und konventioneller Bodendämmung bauphysikalisch richtig ausgeführt werden kann. Wärmetrennschnitt Im Bereich der Bodendämmung wird die Stahldeckschicht an den Sandwichelementen abgetrennt, um eine Wärmeleitung weitgehend auszuschließen. Vor allem an der Gebäudeaußenseite ist darauf zu achten, dass die Elementverbindungen optimal abgedichtet sind. Dampfsperre und Feuchtigkeitssperre Außenseitig ist an der Bodendämmung eine ausreichende Dampfsperre, beispielsweise eine Bitumenbahn anzuordnen, die zur Kühlhausinnenseite mit einer Feuchtigkeitssperre ausgerüstet ist. Durch diese konstruktive Maßnahmen wird der Gefahr eines Feuchtigkeitsschadens der Dämmung vorgebeugt.
Unterfrierschutzheizung bei Tiefkühlhäusern Tiefkühlhäuser werden zusätzlich mit Heizleitungen (z. B. Unterfrierschutz-Heizmatten) unterhalb der Bodendämmung ausgerüstet.
Die Abbildungen 4.3.3 und 4.3.4 zeigen ein Wandelement für den Kühl- und Tiefkühlhausbau mit sichtbarer Befestigung sowie die Verbindung dieser Sandwichelemente im Längsstoß. Attikaausbildung In Abb. 4.3.5 ist ein Detail zur Attikaausbildung für den Kühl- und Tiefkühlhausbau zu sehen. Die Anschlusskonstruktion zeigt die Verbindung von Wandelementen in Sandwichbauweise mit einer Dachkonstruktion aus Trapezprofilen mit oberseitiger Wärmedämmung.
Decken-Wandanschluss, Querstoß- und Eckausbildungen Den Abbildungen 4.3.6 bis 4.3.8 sind Beispiele für einen Decken-Wandanschluss, eine Querstoßausbildung von Wänden in Kühl- und Tiefkühlräumen sowie eine Eckausbildung von Sandwichelementen für Kühl- und Tiefkühlhäuser zu entnehmen.
Erwin Pesch
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