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2.5 Kreative Messelandschaft auf einer Fläche von 5.200 m² in Rekordzeit erstellt

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Kreative Messelandschaft auf einer Fläche von 5.200 m² in Rekordzeit erstellt.pdf (729 KB)

The Design Annual – eine neue internationale Veranstaltungsreihe mit höchsten Ansprüchen

Mit The Design Annual will die Frankfurter Messegesellschaft den Besuchern das Interessanteste und Anspruchsvollste an zeitgenössischem Design präsentieren. Ein 16köpfiges Kuratorenteam suchte die Hersteller aus, die sich und ihre Designkonzepte auf dieser Veranstaltung zeigten. Rund 80 Aussteller wurden ausgewählt, die den elitären Ansprüchen dieses Kuratoriums genügten. Diese Designmesse, die künftig im Jahresrhythmus stattfinden soll, stand 2006 unter dem Motto „inside: urban“.

Zur Startveranstaltung wurde in der Frankfurter Festhalle für die Zeit vom 6. bis 10. Mai ein "Showcase for high-end design" auf einer Ausstellungsfläche von 5.200 m² errichtet. Für die Gesamtkonzeption dieser innovativen Messelandschaft und den Standbau entwickelten die Architekten Reed Kram und Clemens Weisshaar einen Entwurf, der auch international neue Maßstäbe für die Designbranche setzen sollte.
Bei diesem ungewöhnlichen Messekonzept spielten Design-Sandwichelemente der neuen Generation mit einer Gesamtfläche von 2.700 m² eine zentrale gestalterische Rolle.




Abb. 2.5.1 The Design Annual - Design pur auf 5.200 m² Ausstellungsfläche in der Frankfurter Festhalle mit 2.700 m² Sandwichelementen

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Abb. 2.5.2 und 2.5.3 Ansicht und Grundriss des 5.200 m² großen Messeareals

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Abb. 2.5.2 und 2.5.3 Ansicht und Grundriss des 5.200 m² großen Messeareals

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Urbanes Motto konsequent umgesetzt

Die neue Messelandschaft der Planer Kram/Weisshaar setzt das Thema Urbanität auf höchst kreative und überzeugende Weise um. Statt üblicher Rasteranordnungen entstand in der Frankfurter Festhalle ein urbanes Szenario mit Gassen, Boulevards und Plätzen. Das innovative Messekonzept gab den Ausstellern keine genormten Standgrößen vor, jede Fläche war individuell und wie in einer gewachsenen Siedlung kamen rechte Winkel eher selten vor. Dafür konnten die „Mauern der Stadt“, also die Außenwände der Standflächen, die eine Gesamtlänge von 870 m erreichten, in ihrer Höhe ganz unterschiedlich sein. So variierten diese Wandhöhen aus gewollten gestalterischen Gründen zwischen 5 und 9 m.

Zwei große Treppenkonstruktionen, die speziell für diese Ausstellung errichtet wurden, erschlossen den Zugang zu allen Ebenen der historischen Festhalle.

In ihren Raumzonen konnten sich die Aussteller auf individuelle Kernbotschaften konzentrieren, während „pre-supplied walls“ als  Brennpunkte zur übergreifenden Kommunikation genutzt wurden.

 


Abb. 2.5.4 Die Höhen der Standwände variierten zwischen 5 und 9 m und prägten die Silhouette der urbanen Designausstellung

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Abb. 2.5.5 Über diese Haupttreppe und über eine Treppe im Eingangsbereich werden alle Ebenen der Frankfurter Festhalle erschlossen. Die Konstruktion dieser Treppe wurde mit Aluminium und Sperrholz ausgeführt.

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Realistische urbane Atmosphäre durch Leichtbauelemente

Diese „Stadt des Designs“ wurde nun konsequenter Weise nicht mit üblichen Messe- und Modellbaumaterialien errichtet, sondern mit zeitgemäßen Leichtbauelementen, wie sie heute für die unterschiedlichsten Gebäudetypen zum Einsatz kommen. 2.700 m2 Sandwichelemente in einer Dicke von 220 mm (Typ: PU 220 Isolierpaneel der ThyssenKrupp Steel Tochter ems Isoliersysteme GmbH) geben dieser urbanen Komposition ihre unverwechselbare Silhouette. Lichtgrau lackierte Stahloberflächen der Sandwichelemente im harmonischen Zusammenspiel mit Licht, Schatten und Reflexion erzeugen den ästhetischen Rahmen und erlauben auch Exponaten mit zarter Farbigkeit einen wirkungsvollen Auftritt.

Viele Aussteller nutzten die glatten, problemlos zu bearbeitenden Oberflächen  der Wandelemente und beklebten, bespannten oder lackierten die Flächen direkt mit größtenteils farbig gestalteten Botschaften.


 


Abb. 2.5.6 bis 2.5.8: Die Architekten Kram/Weisshaar zeigten eindrucksvoll auf, welches Gestaltungspotential in Sandwichelementen steckt.

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Abb. 2.5.6 bis 2.5.8: Die Architekten Kram/Weisshaar zeigten eindrucksvoll auf, welches Gestaltungspotential in Sandwichelementen steckt.

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Abb. 2.5.6 bis 2.5.8: Die Architekten Kram/Weisshaar zeigten eindrucksvoll auf, welches Gestaltungspotential in Sandwichelementen steckt.

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Anforderung des Veranstalters: kompletter Aufbau in 48 Stunden

Es waren aber nicht allein die bestechenden optischen Kriterien, die Architekten, Messeveranstalter und Messebauer gleichermaßen überzeugten. Auch bei den pragmatischen Anforderungen boten die Sandwichelemente unübersehbare, bzw. möglicherweise sogar unschlagbare Vorteile. Die vom Veranstalter geforderte extrem kurze Aufbauzeit von 48 Stunden für die komplette Messelandschaft wurde nach Ansicht der Planer für herkömmliche Werkstoffe im Messebau zum ko-Kriterium, nicht jedoch für die gewählten Sandwichelemente. Einfaches Ineinanderstecken durch perfektionierte Doppel-Nut-Feder-Geometrie, leichtes Gewicht, handwerklich problemlose Bearbeitung (Sägen, Bohren etc.) und perfekte Oberflächen ohne Nachbearbeitung versprachen diese extreme Anforderung zu erfüllen und konnten dieses Versprechen auch einlösen.
Einbeziehung der Sandwichelemente in die Gestaltung der Stände
Es wurde bereits erwähnt, dass sich die meisten Aussteller der komfortablen Möglichkeit bedienten, Ihre Botschaften direkt auf die Oberflächen der Sandwichelemente aufzubringen (streichen, lackieren tapezieren, bespannen). Auch hierin lag ein Zeitvorteil, denn man konnte sich die Produktion von Plakaten, Transparenten oder  Unterkonstruktionen einsparen.

Auch die Bestückung der Sandwichwände für die sog. Vertikalstände  mit dreidimensionalen Design-Exponaten, wie z.B. mit Fahrrädern, Stühlen etc., war ohne zusätzliche Konstruktionen möglich, da die Steifigkeit der Sandwichelemente solche Belastungen zuließ. (siehe hierzu Abb. 2.5.10 auf der nächsten Seite).

 


Abb. 2.5.9 Montage der Messelandschaft einschließlich aller Stände und der beiden Treppenkonstruktionen in 48 Stunden

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Stabilität erlaubte Verzicht auf Sicherungseile

Ursprünglich war geplant, die bis zu 9 m hohen Wände mit Seilen gegen Kippen zu sichern. Nach dem Aufbau konnten sich die verantwortlichen Planer jedoch überzeugen, dass aufgrund der ausgezeichneten Stabilität der errichteten Sandwichkonstruktionen diese Sicherheitsmaßnahme nicht erforderlich war.   

Stromkabel elegant „versteckt“

Häufig beeinträchtigen bei Messen  Stromkabel das Gesamtbild, nicht jedoch bei dieser Design-Messe. Die Planer ordneten im Fußbereich der Sandwichwände Hohlprofile zur Aufnahme der Stromkabel an, die alle Stromleitungen unsichtbar   im Messeareal verteilten. 
Ressourcen schonen, Wertschöpfung erhöhen
Bei den Architekten Kram / Weisshaar kam noch eine weitere wichtige Überlegung zum Tragen. Realisiert man Messebauten dieser Art mit üblichen Holzwerkstoffen, so kann man in den meisten Fällen diese individuell bearbeiteten Holzbauteile nicht mehr verwenden. Selbst wenn man sie wieder verwenden könnte, ist häufig eine zeitintensive handwerkliche Nachbearbeitung erforderlich.

Durch die einfache Montier- und Demontierbarkeit der leichten Sandwichelemente wird eine erneute Verwendung nicht nur sehr wirtschaftlich. Das Steckprinzip und die Möglichkeiten horizontaler, vertikaler oder diagonaler Verlegung erlauben auch Variationen in der Anordnung und eröffnen für die Wiederverwendung neue Gestaltungsmöglichkeiten. Eine pflegliche Behandlung vorausgesetzt, bleiben auch die metallischen, bzw. die beschichteten  Oberflächen der Sandwichelemente in einem optisch tadellosen Zustand. Durch diese Vorteile zur Wiederverwendung kann der Messeveranstalter für die nicht unbeträchtlichen Materialmengen eine deutlich größere Wertschöpfung ansetzen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen nachweisen.


 


Abb. 2.5.10 Die Stabilität der Sandwichelemente ließ auch die Bestückung der Vertikalstände mit schwereren Exponaten zu.

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Abb. 2.5.11 Ein Hohlprofil aus Stahlblech, in dem alle Stromleitungen verlegt werden konnten, nahm die 220 mm dicken Wandelemente auf.

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Abb. 2.5.12 Montage einer Wandkonstruktion mit 220 mm dicken Sandwichelementen - auf Sicherung mit Seilen konnte aufgrund der Stabilität dieser Elemente verzichtet werden

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Spezialist für 220 mm dicke Sandwichelemente

Das PU 220 Isolierpaneel besteht aus zwei 0,6 mm dicken stählernen Deckschalen die einen Polyurethan-Hartschaumkern mit einer Dicke von 220 mm umschließen. Das als schwer entflammbarer Baustoff klassifizierte Sandwichelement ist selbstverständlich FCKW- und HFCKW-frei.

GALILEO-Mitglied ems Isoliersysteme ist derzeit in Nord- und Westeuropa der einzige Anbieter, der 220 Millimeter dicke Sandwichelemente im großtechnischen Maßstab prozesssicher herstellen kann. Neben Sandwichelementen und Türen für den Kühl- und Tiefkühlhausbau fertigt das qualitätsorientierte ThyssenKrupp-Tochterunterneh-men auch Sandwichelemente für den „normalen“ Hochbau.  Aus der Kernkompetenz für den Kühl- und Tiefkühlhausbau heraus wird verständlich, dass man gerade die Produktion sehr dicker Ele-mente bestens beherrscht. Da solche dicken Sandwichelemente aufgrund ihrer hervorragenden Wärmedämmung zunehmend für Null-Energie-Gebäude zum Einsatz kommen, spielt diese Prozesssicherheit auch für den „normalen“ Hochbau eine immer wichtigere Bedeutung.

Logistische Leistung

Da sehr wenig Zeit für den Aufbau zur Verfügung stand, musste jedes Element in der richtigen Länge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Das Unternehmen lieferte die Sandwichelemente in einer Vielzahl unterschiedlicher Längen zwischen knapp 4 m bis über 6,70 m geschnitten an die Messe Frankfurt Medien und Service GmbH. Dies ist bei einer Gesamtfläche von 2.700 m² eine logistisch nicht zu unterschätzende Leistung. Die Produktion wurde so geplant und abgewickelt, dass man die Stücklisten den jeweiligen Flächensektoren zuordnete. Entsprechend dieser  Listen wurden die Elemente dann abgelängt,   abgepackt und Vorort zur jeweiligen Aufbaustelle transportiert. Die MFS (Messe Frankfurt Medien- und Service GmbH) übernahm dort dann die weitere Bearbeitung und Montage.

 


Abb. 2.5.13 Eingesetztes Sandwichelement PU 220 des GALILEO-Mitglieds ems Isoliersysteme

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Abb. 2.5.13 Eingesetztes Sandwichelement PU 220 des GALILEO-Mitglieds ems Isoliersysteme

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Rolf Koschade
Klaus Kämpfer


Bildquellen
Kram/Weisshaar: 2.5.2 / 2.5.3 / 2.5.5 /  2.5.6 / 2.5.10 / 2.5.11
ems Isoliersysteme: 2.5.1 / 2.5.4 / 2.5.7 - 2.5.9 / 2.5.12 /2.5.13

Architekt der Messelandschaft
Clemens Weisshaar
Kram/Weisshaar HB, München
Web: www.kramweisshaar.com

Projektmanagement und Koordination
Messe Frankfurt Medien und Service GmbH,
Frankfurt
Web: www.messefrankfurt.com

Hersteller der Sandwichelemente
ems Isoliersysteme GmbH, Pansdorf
Web: www.ems-isolier.de

Montage der Sandwichelemente
MFS Messe Frankfurt Medien- und Service GmbH
Subcontractor: mac - messe- und ausstellungscenter GmbH, Langenlonsheim

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